Nach fünf spektakulären Tagen konnten im Rahmen des RC 44 Austria Cups vor Gmunden sämtliche Sieger ermittelt und jede Menge maritime Begeisterung geweckt werden.
Nach der gestrigen Flaute gingen die Veranstalter am heutigen Schlusstag kein Risiko ein, schleppten die Flotte bereits am Vormittag in die bekannt windsichere Ebenseer Bucht und wurden zu Mittag mit einer sanften Brise belohnt. Die Flotte wurde zunächst dreimal um den Kurs geschickt. Den ersten Touchdown landeten Igor Lah und James Spithill, die nahtlos an ihre bisher gezeigte Performance anschlossen. In der insgesamt fünften Wettfahrt nahm erstmals Champions-Leader Sebastien Col auf der Hiroshi das Heft in die Hand, im sechsten & finalen Durchgang kreuzten die überraschend stark agierenden Japaner (Beecom) als erstes Team die Ziellinie.
CEEREF-Truppe dominierte das Feld
In Summe hatte das Feld aber gegen die unter slowenischer Flagge segelnde CEEREF-Truppe keine Chance. Mit drei Wettfahrtsiegen, zwei zweiten und einem dritten Platz gaben sich Lah und Spithill, die bereits im Match Race den Trakt vorgaben, keine Blöße und dominierten die Weltklasse-Konkurrenz scheinbar nach Belieben. „Die Windverhältnisse haben ein enormes Maß an Konzentration erfordert, zum Schluss ist es nochmals knapp geworden, unterm Strich sind wir aber sowohl mit unserer Leistung, als auch mit der Ausbeute mehr als zufrieden."
Patrick de Barros & Russel Coutts gewinnen Langstrecke Das Triple blieb dem australischen Match Race Weltmeister und Steuermann des AC-Herausforderers BMW Oracle Racing jedoch verwehrt, denn die abschließende Langstrecke, die auch als Einzelergebnis in das Fleet Race Ranking einfloss, sicherten sich nach einem wahren Fotofinish Patrick de Barros und Russell Coutts (Banco Espirito Santo), die von Florian Raudaschl begleitet und punkto Weg instruiert wurden.
Team Austria, angeführt von Christian Binder und Sylvia Vogl, tat sich den gesamten Tag über schwer und musste aufgrund mangelnder Bootsgeschwindigkeit und abermals zu vorsichtiger Starts mit Platz neun im Fleet Race Bewerb Vorlieb nehmen. Die Enttäuschung hielt sich bei den heimischen Segel-Assen in Grenzen, zum einen weil man durchaus mithalten konnte und zumindest in der Langstrecke, wo ausgerechnet James Spithill die Höchststrafe ausfasste, bis zum Schluss um einen Top drei Platz mitfightete.
Letztendlich Siebente, resümierte Binder mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Wir waren uns der schwierigen Ausgangsposition bewusst, haben die Stars aber trotz sehr kurzer Vorbereitungszeit zumindest phasenweise ärgern können und eine Menge dazu gelernt. Natürlich hätten wir vor eigenem Publikum liebend gerne besser abgeschnitten, umso mehr hoffen wir, dass die RC 44 Championstour 2009 wieder am Traunsee gastiert."
"Traum ging in Erfüllung" Für Veranstalter Christian Feichtinger ging mit dem Event „ein Traum in Erfüllung. Die netten und vor allem ehrlich gemeinten Komplimente unserer Gäste waren das schönste Lob, die Einladung für nächstes Jahr ist bereits ausgesprochen."
RC 44 AUSTRIA CUP, Fleet Race - Endstand nach sieben Wettfahrten: 1. Team CEEREF/SLO Igor Lah/James Spithill 19 2. Team Aqua/UAE Chris Blake/Cameron Appleton 20 3. Banco Espirito Santo/POR Patrick de Barros/Russell Coutts 25 4. Team Hiroshi/ITA Armando Giulietti/Sebastien Col 32 5. Team Beecom/JPN Isao Mita/Kevin Harrap 33 6. BMW Oracle Racing/USA Larry Ellison/John Kostecki 40 7. Team Organika/POL M. Navrocki/Mateusz Kusznierewicz 46 8. Team Sea Dubai/UAE Philipp Rotermund/Markus Wieser 47 9. Team Cro-A-Sail/AUT Rene Mangold/Christian Binder 54
Ergebnis DHL-Trophy (Langstrecke) 1. Banco Espirito Santo/POR Patrick de Barros/Russell Coutts 2. Team Aqua/UAE Chris Blake/Cameron Appleton 3. Team Hiroshi/ITA Armando Giulietti/Sebastien Col 4. BMW Oracle Racing/USA Larry Ellison/John Kostecki 5. Team Organika/POL M. Navrocki/Mateusz Kusznierewicz 6. Team Sea Dubai/UAE Philipp Rotermund/Markus Wieser 7. Team Cro-A-Sail/AUT Rene Mangold/Christian Binder 8. Team Beecom/JPN Isao Mita/Kevin Harrap 9. Team CEEREF/SLO Igor Lah/James Spithill
|