Atterseewoche – Austrian Classics

Auch die diesjährige Atterseewoche – Austrian Classics von 31. Juli bis 5. August 2018 beim UYCAs war von der aktuellen Hitzewelle geprägt, denn so ein Hochdruck mit hohen Temperaturen heißt immer wenig Wind.

Doch Schritt für Schritt: Es nahmen 42 Boote mit mehr als 130 Seglern an der diesjährige Atterseewoche – Austrian Classics teil. Das Besondere an dieser Veranstaltung: Mehr als die Hälfte der angemeldeten Boote sind älter als 100 Jahre. Besondere Aufmerksamkeit gilt natürlich den Sonderklassen, die durch ihre Größe, ihre Vielfalt an Formen einer Konstruktionsklasse immer wieder aufs neue Beeindrucken.

Die Hitzewelle hatte auch die Atterseewoche – Austrian Classics fest im Griff. Aus dieser Sicht betrachtet waren die Windverhältnisse besser als erwartet und es konnten im Laufe der Woche immerhin 6 Wettfahrten gesegelt werden. Die Routine des internationalen Wettfahrtleiters Gert Schmidleitner machte es möglich dem See eine beachtlich hohe Zahl an Wettfahrten abzuringen.

Am Dienstag lief die Flotte wie geplant zum ersten Start um 13.00 Uhr aus. Allerdings musste die 2 Wettfahrt im Anschluss abgebrochen werden. Die Hitze hat die letzten thermischen Bewegungen weggebrannt. Am Mittwoch folgte ein „Wir-warten-auf-den-Wind-Tag“ den die Segler bei 26 Grad Wasser-Temperatur zum Baden nutzen konnten. Der Donnerstag zeigte sich mit Überraschungen. Es konnte eine Wettfahrt bei einem am Attersee eher unüblichen Südost-Wind gesegelt werden.

Der Freitag zeigte sich im ersten Moment mit einem sehr ähnlichen Antlitz. Doch Wind und Wetter sind immer für Überraschungen bereit. Eine Gewitterzelle über Linz dekalibrierte das Wettergleichgewicht der näheren und ferneren Umgebung, was sich in diesem Fall durch Nordwind am Attersee ausdrückte. Diese unbekannte Strömung war schwer zu lesen und machte es für die Segler bei zwei Wettfahrten am Nachmittag um so herausfordernder.

Samstag war dann der große Tag der 90. Langen Wettfahrt. Insgesamt nahmen 92 Schiffe an der Seeumrundung teil, so auch die Teilnehmer der Atterseewoche – Austrian Classics. Die Hitze zeigte ihre ganze Wucht und der See war in den Morgenstunden glatt wie ein Spiegel. Dass sich die Schiffe dennoch bewegten schien rätselhaft. Erst gegen 11.30 war so etwas wie ein Wind zu erkennen. Die Zeit des Siegers war dementsprechend groß und mehr als das doppelte des Streckenrekords (siehe auch eigene Pressemeldung).

Am Sonntag wurde die Atterseewoche mit einer Wettfahrt auf einem „Klassischen Kurs“ – ein Kurs wie er vor 100 Jahren üblich war – abgeschlossen.

Bei den Ergebnissen besonders hervorzuheben ist der Gewinn des Titels eines österreichischen Meisters mit der Sonderklasse „FIMA“ für die Mannschaft Michael Farthofer (Präsident des UYCAs) / Michael Werner / Max Werner / Marco Mittermeier.

Der Landesmeistertitel in der Sonderklasse ging an die Mannschaft Albert Sturm / Karl Grigkar / Tobias Haring / Nicolaus Pichorner mit der Sonderklasse „Bibelot II“.

Die Gesamtwertung der Atterseewoche nach Yardstick und damit den Ransonnet Pokal gewannen Arthur und Ernst Vlasaty auf Ihrem Boot „Wildfang III“ einer 15m² Rennjolle.

Text und Fotos von UYCAs

Ergebnisse finden Sie unter www.atterseewoche.at