Lisa Berger und Christian Kargl gewinnen Premieren-Offshore-EM

Lisa Berger und Christian Kargl haben die historisch erste Mixed-Offshore-Europameisterschaft für sich entschieden. Die neue Olympia-Disziplin ging mit sieben Teams auf L30 Yachten über zwei Nächte nonstop von Venedig nach Triest.

Am Freitag gelang Lisa Berger und Christian Kargl der sporthistorische Erfolg mit dem ersten Mixed-Offshore-Europameistertitel. Am Freitagfrüh gegen 1.30 Uhr gingen die Österreicher mit rund 15 Minuten Vorsprung ohne Großsegel – aufgrund der heftigen Böen – über die Ziellinie.

Die Offshore-EM startete nach einem Presse-Fotoshooting vor dem Markusplatz bei der Hafenausfahrt vor Venedig. Bei Norwestwind ging es Richtung Susak. Im Laufe der ersten Nacht drehte der Wind auf Jugo, was ein ruppiges Segeln mit sich brachte.
Nach Susak war ein spezielles Manöver der Schlüssel zum Erfolg. Während die führenden Franzosen bei der Ansteuerung von Triest die Seeroute wählten, blieben Berger/Kargl bei thermischem Wind in Küstennähe und konnten sich durch aktives Segeln den notwendigen Vorsprung erobern.

Die Belgier gingen vor Australien, Frankreich, das dann noch weitere Plätze einbüßte, Spanien, Italien und den USA als Zweiter durchs Ziel. Zu den Geschlagenen zählen etwa niemand Geringerer als die Offshore-Legende Guillermo Altadill sowie die britischen Ocean-Race-Segler Hannah Diamond und Henry Bomby.

„Wir haben natürlich nicht mit dem Titel gerechnet. Es ist eine besondere Ehre den historisch ersten Event in dieser Disziplin zu gewinnen. Wir haben unsere Schlafphasen auf ein Minimum reduziert. Wir waren sehr aktiv, und haben uns aufgrund der schwierigen Bedingungen nur wenig auf den Autopiloten verlassen. Es war ein sehr enges Match, in dem sich schließlich die Underdogs gegen ein starkes Feld durchgesetzt haben“, resümierte der 42-jährige Christian Kargl den historischen Erfolg.

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