Aus gegebenem Anlaß darf der Oberösterreichische Segelverband zu den Auswirkungen der von der Bundesregierung im Zuge der Corona-Krise verfügten Maßnahmen auf den Betrieb unserer Segelclubs Stellung nehmen:

Gemäß der Verordnung gemäß § 2 Z.1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes des Gesundheitsministers ist derzeit die Betretung von Freizeit- und Sportbetrieben, ebenso die Betretung von Sportplätzen untersagt. So sehr uns das als SeglerInnen schmerzt, ist der OÖ. Segelverband der Ansicht, dass Segelclubs als solche Sportbetriebe bzw. Sportplätze im Sinne der Verordnung anzusehen sind, unabhängig davon, dass sie nicht auf Gewinn gerichtet sind. Es erübrigt sich, in diesem Zusammenhang auf die Rechtsansicht der BH Vöcklabruck in einem Schreiben vom 9.4.2020 (GZ: BHVBKKM-2020-52084/69-Bee) einzugehen, in welchem Hafenanlagen weder als Sport- oder Freizeitbetriebe noch als Sportplätze angesehen werden, da wir unsere Mitgliedsvereine immer als Sportvereine gesehen haben.

Sowohl im Sinne unserer gesellschaftlichen Verantwortung als auch im Bewusstsein, dass soziale Kontakte in jeder Form derzeit möglichst zu reduzieren sind, wäre eine Benützung von Clubanlagen zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverantwortlich. Vor diesem Hintergrund ist der Vorstand des OÖSV zur Ansicht gelangt, dass eine Öffnung der Clubanlagen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zulässig ist. Nicht übersehen werden sollte auch, dass von offizieller Seite im Falle des Zuwiderhandelns gegen die von der Bundesregierung verhängten Beschränkungen der Entzug von Förderungen in den Raum gestellt wurde.

Disclaimer: Diese Mitteilung enthält ausschließlich die nach bestem Wissen und Gewissen gefasste Meinung der Verfasser. Sie erfolgt ohne Gewähr. Eine Haftung des OÖ. Segelverbandes oder seiner Organe in diesem Zusammenhang ist ausgeschlossen.

Linz, 14.04.2020