19. Mai 2026

Bronzemedaille für AUT 7 bei der Soling-WM

 

Die Soling-Weltmeisterschaft 2026 in Balatonfüred endete mit dem 3. Platz für das SCK-Team AUT 7 Florian Felzmann / Michael Felzmann / Stephan Beurle!  Wir gratulieren herzlich zu diesem großen Erfolg.

Nachstehend ein Bericht von Stephan Beurle:

30 Soling trafen sich am Plattensee für die Weltmeisterschaft 2026. An zwei Tagen standen umfangreiche Vermessungen am Programm, die von allen Teilnehmern teilweise nach entsprechenden Korrekturen positiv abgeschlossen werden konnte. Danach waren 10 Wettfahrten an fünf Tagen geplant, die alle plangemäß durchgeführt wurden.

Am ersten Tag herrschte bei kalten und regnerischem Wetter 4-5 Bft Grundwind, in den Böen waren es gut 6 Bft; zwei Mal Mannüberbord, ein Mastbruch, eine Kollision mit erheblichen aber reparablem Schaden an beiden Booten und ein paar zerrissene Spinnaker waren die Folge. Bei einem der Vorwindkurse zogen nur mehr 2 Soling den Spinnaker, alle anderen wählten die sichere Variante ohne Spi, die aber auch fürs Gleiten reichte. GER 339 mit Donald Lippert an der Pinne siegte beide Male. AUT 7 zeigte mit den Plätzen 4 und 3, dass auch sie um die Medaillen mitsegeln wollten.

Der zweite und dritte Tag brachte etwas besseres Wetter und leichtere Winde, aber immer noch genug Wind, damit die Vorschoter überwiegend hängend unterwegs waren. Am Abend des dritten Tages und damit nach 6 Wettfahrten, sah es nach einem klaren Sieg für GER 339 mit den Ergebnissen 1/1/3/1/1/(6) = 7 Punkte aus. Zweiter war HUN 11 Farkas Litkey und sein Team mit gesamt 15 Punkten und war nach hinten auch schon etwas abgesichert. Zwischen HUN 1 auf Platz 3, BRA 73 auf Platz 4 und AUT 7 auf Platz 5 waren nur 3 Punkte Unterschied. Der Sechste folgte mit 20 Punkte Respektabstand.

Tag vier begann mit einer Startverschiebung von ca zwei Stunden. Dann kamen ausreichend Wind auf und Race #7 konnte planmäßig gesegelt werden. Beim Start zur 8. Wettfahrt zog eine Starkwindzelle über die Regattabahn mit geschätzten guten 30 Knoten. Wieso der Wettfahrtleiter trotzdem den Start durchzog, bleibt für mich ein Rätsel, aber es ging zum Glück alles gut und es kam zu keinen größeren Schäden oder Verletzungen. Als die ersten Boote die Luvtonne rundeten, war der Wind wieder bei ca 4 Bft, sodass ohne Gefahr die Spinnaker gezogen wurden. Dieser 4. Tag brachte folgende Ausgangslage für den Schlusstag: HUN 11 kam bis auf zwei Punkte an GER 339 heran; diese beiden Teams kämpften somit um den Titel. HUN 1 schied durch einen verlorenen Protest und anschließender Disqualifikation aus dem Kreis der Medaillenanwärter aus, somit reduzierte sich der Kampf um Platz 3 auf BRA 73 und AUT 7 mit vier Punkte Unterschied.

In der neunten Wettfahrt setzte sich HUN 11mit einem 2. Platz an die Spitze der Gesamtwertung. GER 339 verspielte mit einem 10. Platz seine Titelchancen; die Silbermedaille war ihnen aber sicher. AUT 7 verringerte den Abstand zu BRA 73 auf 2 Punkte. Die abschließende Wettfahrt war für AUT 7 und BRA 73 ein Matchrace, da sich BRA 73 schon beim Ankündigungssignal an die Fersen von AUT 7 heftete. Beide hatten einen schlechten Start und lagen bei der ersten Luvtonne um den 20. Platz. AUT 7 konnte sich am Ende des ersten Spinnakerkurses entscheidend von BRA 73 absetzen und wurde noch 9. und am Ende dieser Wettfahrt lagen sechs Boote zwischen diesen beiden Medaillenanwärtern. AUT 7 hatte damit die Bronzemedaille in der letzten Wettfahrt fixiert!!!

Und wie erging es den anderen Österreichern im WM-Feld?
Für AUT 100 Christian Spießberger / Max Reisinger (beide SCA) und dem Leipziger Ersatzmann Christopher Zeidler, der für den erkrankten Leopold Berner ab der dritten Wettfahrt an Bord war, gab es einen Tagessieg und den achten Gesamtrang.
AUT 117 Michael Farthofer / Rudolf Matheis / Michael Müller (alle UYCAs) belegten den 11. Gesamtrang.
Martin Zeileis (SCK) war wieder bei Michael Dietzel – GER 11 mit an Bord und wurde 14. Bernhard Strauch (SCK) hatte seine Soling AUT 43 an Norweger verborgt, war als Bugmann mit dabei und wurde 27.
Am Ende des Feldes gab es noch ein spannendes Rennen um die rote Laterne zwischen AUT 86 Ekkehard Steinhuber (SCTWV) (29.) und AUT 1 Anton Werkgartner (ASACC) (30.).

Gesamtergebnisliste: https://www.sailwave.com/results/sailingbyc/soling_worlds_2026.htm
Fotos: https://www.byc.hu/galeria/fotok/154/  @Aron Szanto

Danke an den Balatonfüredi Yacht Club für die Ausrichtung dieser Weltmeisterschaft, die von viel Wind bei überwiegend kaltem und nassem Wetter geprägt war.